Swasiland für Profis

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Swasiland ist ein kleines Königreich zwischen Südafrika und Mosambik, mit ca. 1.02 Millionen Einwohnern der zweitkleinste Staat Afrikas und gleichzeitig weltweit das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate und extremster Armut. 2010 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung 31 Jahre, nach neuesten Angaben sind 43% der Sechzehnjährigen des Landes Waisen. Um diese Kinder kümmert sich unser Projekt Hand in Hand Swasiland


 

Für alle, die es genauer wissen möchten: Zahlen und Daten zu Swasiland

(Stand Januar 2015)

  • 1,02 Mio Einwohner
  • 48% der Bevölkerung sind Kinder
  • 43% der 16-jährigen landesweit sind Waisen
  • 63% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze (ein Dollar pro Tag), 37% der Bevölkerung leben sogar in extremer Armut.
  • 80% der Waisen leben in extremer Armut.
  • 104 von 1000 Kindern sterben vor dem 5. Geburtstag.
  • 47% dieser Todesfälle stehen im Zusammenhang mit HIV und Aids.
  • Unsauberes Wasser ist für einen großen Teil der Kindersterblichkeit verantwortlich.
  • 11% aller HIV-Neuinfektionen entfallen auf Kinder von 0 – 14 Jahren.
  • Nur 53,2% der HIV-infizierten Kinder, deren cell count (<350/mm3 – erst wenn dieser Wert erreicht ist, gibt es überhaupt Medikamente) sie für antiretrovirale Medikation qualifiziert, bekommen sie tatsächlich.
  • 37% der Schwangeren sind HIV positiv.
  • 31% der Frauen über alle Altersgruppen sind infiziert, 20% der Männer.
  • 20,4% der 15-19-jährigen sind HIV positiv (nur 20% dieser Altersgruppe ist überhaupt getestet), 40,8%  der 20-24-jährigen.
  • 84% der HIV-Infizierten leiden an einer TB-Co-Infektion
  • 30% der Gebärenden gingen 2014 noch zur Schule.
  • 42% der Menschen, die überhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser haben (öffentliche Wasserhähne), müssen mehr als 30 Minuten dorthin gehen.
  • 60% der Menschen, die Oberflächenwasser (unimproved sources, Flüsse) benutzen, müssen länger als 30 Minuten zum Wasser gehen.
  • Nur 33,7% der Menschen in extremer Armut haben Zugang zu Toiletten („Plumpsklos“).
  • 0% der Menschen in extremer Armut haben Zugang zu WCs.
  • Nur ca. 50% der Primary Schools (Grundschulen) haben Toiletten (“Plumpsklos”).
  • An den Schulen in der Region Shiselweni  (unser Projektgebiet) gibt es praktisch keinen Strom.
  • Generelle Stromversorgung in Shiselweni 5%.
  • Zugang zum Internet haben in der Projektregion Shiselweni 0,2% der Menschen.
  • Internet ist an Schulen so gut wie unbekannt.
  • 15% der Mädchen haben “no education“, i.e. sie besuchen nicht mal die Grundschule.
  • 39,4% der 19-jährigen sind Mütter.
  • 59,2% der 5 – 11-jährigen arbeiten (child labour nach UNICEF-Standard), in unserer Projektregion Shiselweni:  64,6%.
  • 61% der Kinder in ländlichen Gebieten sind ohne Geburtsurkunde (nötig für health and educational services, in Städten keine Anmeldung an der Schule möglich). Auch Kinderhandel wird dadurch erleichtert.

Quellen:
Kingdom of Swaziland (Hg?), Sian Long: Protecting Swaziland`s Children. (A mapping and assessment study), Mineapolis(?) o.J. (2014?)
Ministry of Tinkhundla Admisnistration and Development (MTAD) (Hg): Neighbourhood Carepoints Strategic Plan 2012 – 2016. o.J.
UNICEF (Hg): Update of the Situation Analysis of Children and Women in Swaziland.  2013
Central Statistical Office Mbabane, UNICEF Swaziland: Child and Poverty Study in Swaziland. August 2013
UNICEF (Hg): Swaziland Resource Mobilization Strategy 2013 – 2015