Die Nahrungsmittelhilfe funktioniert!

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Die Nahrungsmittelhilfe funktioniert!

Wir sind sehr erleichtert: Die Versorgung unserer 88 Neighbourhood Carepoints (NCPs – Kinderbetreuungshäuser) mit Nahrungsmitteln für knapp 4000 Kinder funktioniert – dank Ihrer und eurer Spenden!

Vor zehn Tagen hatten wir um Spenden gebeten, da den NCPs aufgrund der Corona-Situation die Lebensmittel ausgegangen waren. Maismehl und rote Bohnen nach dem Standard des World Food Programme (des Nothilfeprogramms der Vereinten  Nationen) kosten für ein Kind für einen ganzen Monat(!) nur 3€. Wir haben sofort die notwendigen Mittel für alle 88 NCPs für einen Monat überwiesen und in einem Telefonat mit unserem Project Coordinator habe ich gestern erfahren, dass schon am Folgetag mit der Verteilung begonnen werden konnte, gearbeitet wurde auch am eigentlich freien 1. Mai.

Die Nahrungsmittel werden mit zwei Bakkis (großen Lieferwagen) unserer Partner-Organisation Young Heroes zu den NCPs gefahren – keine leichte Aufgabe, da viele dieser Gebäude so abgelegen sind, dass man sie selbst mit stärksten Geländewagen kaum, bei Regen gar nicht erreichen kann. In drei Tagen, am 5. Mai, soll die Verteilung an allen NCPs und für alle Kinder abgeschlossen sein.

Wir sind sehr glücklich, dass unser fest angestelltes Team so zügig und professionell arbeitet: Während vier MitarbeiterInnen die Nahrungsmittel zu den NCPs fahren, organisieren die übrigen die Abholung der ja großen Mengen von Mais und Bohnen beim Großhandel, informieren die Caregivers (Betreuerinnen), wann in etwa mit der Lieferung an ihrem NCP zu rechnen ist, damit sie dann mit dem Schlüssel vor Ort sind – bei mehr als 500 Caregivers keine einfache Aufgabe, denn zwar haben sie praktisch alle ein Handy, aber nur sogenannte dumb phones, die nur Anrufe und SMS empfangen können. Jede Einzelne muss also informiert werden.

Besonders berührt hat mich auch die Information unseres Project Coordinators, dass die Kinder, sobald sie den Bakki kommen sehen, ängstlich weglaufen – obwohl sie doch die Nahrungsmittelsäcke darauf sehen können. Schon vor sechs Wochen hatten wir mit einer Corona-Aufklärungskampagne an unseren NCPs begonnen, die Kinder haben darum gelernt, sich von fremden Menschen fern zu halten. Wenn ich daran denke, wie begeistert und neugierig sie sonst jedem ankommenden Fahrzeug begegnen, wird klar, dass die Aufklärung gegriffen hat.

Wie sich alles weiter entwickeln wird, können wir jetzt noch nicht sagen. Aber wir sind sehr dankbar, dass von „unseren“ Kindern keins wird verhungern müssen. Dafür danken wir Ihnen und euch sehr!

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